Raritäten-Flohmarkt

Immer wieder bekommen wir verschiedene Objekte für unsere Kulturvermittlungsprogramme und daher brauchen wir Platz!
Also veranstalten wir an den ersten drei Samstagen im Oktober 2018 einen Raritäten-Flohmarkt im Hof des KUM-Vereins.
Nicht verpassen:
RARITÄTEN-FLOHMARKT im Hof des KUM-Vereins
Neusiedlerstraße 6, 2340 Mödling

Samstag 06.10.2018 08:00-17:00h
Samstag 13.10.2018 08:00-17:00h
Samstag 20.10.2018 08:00-17:00h

Bücher, Geschirr, Gläser, Haushaltswaren, Figuren, Lampen, Möbel, Uhren, Gemälde, Porzellan u.v.m.

Mödlinger Kulturtage 2017

Alle Jahre wieder finden die Mödlinger Kulturtage statt, die von Kulturstadträtin Dr. Karin Wessely ins Leben gerufen wurden. Dieses Mal geht es um das Thema „Bildende Kunst“. Natürlich sind wir vom KUM-Verein wieder dabei, um Kunst an Menschen zu vermitteln. Unser beliebter Zeitreisekoffer VIDULUS ist mit von der Partie und unterhält kleine Besucher mit dem Bilderrätsel „Ich seh, ich seh was Du nicht siehst“. Große Besucher erkunden beim Adventure Game die Mödlinger Innenstadt und werden Teil einer Kriminalgeschichte. Als begeisterte Geocacher werden wir schließlich Cacher zu einem Kunstprojekt animieren, bei dem sie spannende Cache-Erlebnisse zeichnerisch umsetzen. Neulinge können sich bei uns über dieses spannende Hobby informieren. Alle Infos zu den Mödlinger Kulturtagen findet Ihr auf der von uns gestalteten Homepage: http://kulturtage-moedling.at/

Unsere Programmpunkte im Überblick:
• 09.09.2017 10:30h Interaktives Bilderrätsel – Ich seh, ich seh was Du nicht siehst (Dauer 1h, Untere Bachgasse/Station 4)
• 09.09.2017 11:30h Adventure Game rund um Mödlings Kunst (Dauer 1h, Untere Bachgasse/Station 4)
• 09.09.2017 13:00h Geocaching rund um Mödlings Kunst (Dauer 1h, Untere Bachgasse/Station 4)
• 13.10.2017 15:00h Interaktives Bilderrätsel – Ich seh, ich seh was Du nicht siehst (Dauer 1h, Schrannenplatz ggü. Fielmann)
• 14.10.2017 11:30h Adventure Game rund um Mödlings Kunst (Dauer 1h, Schrannenplatz ggü. Fielmann)
• 14.10.2017 12:30h Geocaching rund um Mödlings Kunst (Dauer 1h, Schrannenplatz ggü. Fielmann)

Die Goldenen Zwanziger (Ausstellung Stadtgalerie Mödling 2017)

INFOS ZUR AUSSTELLUNG
Die Ausstellung „Die Goldenen Zwanziger. Zwischen Notgeld und Charleston“ findet von 11.–31. Mai 2017 in der Stadtgalerie Mödling statt. Die Öffnungszeiten sind MO 10–19h, DI–FR 10–17h und SA 10–13h. Es gibt mehrere Veranstaltungen zum Ausstellungsthema. Unter anderem nimmt die Stadtgalerie am Museumsfrühling Niederösterreich am 20. und 21. Mai 2017 teil und bietet Familienführungen, eine Lesung sowie musikalische Programme. Wir vom KUM-Verein begeben uns mit mutigen Abenteurern am Sonntag 21. Mai wieder mit Vidulus auf Zeitreise und diesmal geht es in die 20er Jahre (für Kinder ab 6 Jahre).
Warum wir uns gerade die 20er Jahre ausgesucht haben, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Bei Besuch der Ausstellung finden Sie zu jedem Themengebiet eine Texttafel. Möchten Sie noch mehr Informationen, so können Sie über den dazugehörigen QR ausführliche Texte auf unserer Homepage abrufen. Diese Zusatzinformationen finden Sie auch in einem übersichtlichen Inhaltsverzeichnis gegliedert.

DIE GESTALTER DER AUSSTELLUNG
Mag. Marina Gschmeidler (KUM): Konzept, Ausstellungsdramaturgie, Texte und Inhalte
Viktor Kabelka (kid): Leihgeber, Recherche, photographische Gestaltung
Dr. Christian Matzner (Museum Mödling): Leittexte und Bilder, Layout
Wolfgang Gärber (KUM): Ausstellungstechnik, Aufbereitung und Präsentation (Video und Audio)
Josef Henk (Landesinnungsmeister der Fotografen Niederösterreich): Layout und Druck der Bildtafeln
Doris Pikisch (Stadtgalerie Mödling): Layout und Druck der Texttafeln (Leittexte)

DANKSAGUNG:
Ohne die Hilfe und Mitarbeit von vielen engagierten Mitmenschen, wäre die Ausstellung nie zustande gekommen. Deswegen möchten wir uns herzlich bei allen bedanken, die sich von unserer Begeisterung anstecken ließen und uns Stunden ihrer wertvollen Zeit schenkten!! Die ausführliche Version zur Entstehung der Ausstellung ist in „The Making-Of“ nachzulesen.
„In order of appearance“:
Mag. Manfred Pongratz: Stadtarchiv Mödling
Dr. Nikolaus Wostry und Susanne Rocca (Filmarchiv Austria): Auswahl und Bearbeitung der Filmbeiträge
Dr. Claudia-Maria Behling (KUM): Homepage und QR-Codes
Werner Burg: Interviews zu Gesellschaft und Geschichte Mödlings
Dr. Anatol Eschelmüller: Leihgeber und Berater (Mode und Kosmetik)
Sonja Karner: Make-up Artist, Leihgeberin und Beraterin (Kosmetik und Mode)
Literarische Gesellschaft Mödling: Archiv und Leihgaben
Petra Gesperger, BSc: Layout Chronik

Zur Themenwahl
The Making-Of
Inhaltsverzeichnis

Fotos von der Eröffnung am 10.05.2017 (Fotos: Gabriele Schätzle):

Warum die 20er Jahre?

Um zu verstehen, warum wir so sind, wie wir sind, warum wir ein gutes Leben führen können, aber auch um zu verstehen, warum andere Menschen diese Privilegien nicht haben, ist es unumgänglich, sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzten. „Ein bisschen mehr verstehen“ lernen, ist wahrscheinlich alles, was eine Ausstellung bieten kann. Und doch ist es sehr viel. Denn jeder, der ein „bisschen mehr versteht“ ist ein wenig stärker gegen Einflussnahmen von außen gewappnet und weniger anfällig, Vorurteile zu übernehmen.

Das Trauma, das der letzte Weltkrieg hinterlassen hat, sitzt tief, so tief, dass die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit bis heute nicht leichtfällt. Doch es kommt nicht darauf an, Menschen an den Pranger zu stellen und schuldig zu sprechen, sondern darauf, einen genauen Blick auf die Gesellschaft zu werfen, die diese Menschen hervorgebracht hat. Und die 20er Jahre sind der perfekte Zeitraum dafür. Denn hier werden die Weichen gestellt. Hier kann man sehen, wie sich Menschen an ihrer Hoffnung aufzurichten beginnen und voller Zuversicht imstande sind, ihr Bestes zu geben. Menschen, die vielfach nichts anderes besaßen, als Herz und Verstand und nur mit diesem „Grundkapital“ ausgerüstet trotz der desolaten Umstände, Unglaubliches leisteten. Vielleicht nicht für sich selbst, aber für uns, ihre Enkel, Urenkel, Ururenkel.

Was macht der Krieg aus den Menschen? Wie verändert die Not den Einzelnen? Und was passiert mit einem, wenn letztendlich alle Hoffnungen zerstört sind? Wir hoffen, dass wir mit unserem kleinen Beitrag ein bisschen näher an die Antworten herankommen. Und „ein bisschen mehr verstehen.

The Making-Of
Zur Ausstellung
Inhaltsverzeichnis der Ausstellungstexte

3 Monate in den Zwanzigern: das „Making Of“ einer Ausstellung

Schon länger liebäugelte Doris Pikisch (Stadtgalerie Mödling) mit der Idee, eine Ausstellung über die Zwanziger Jahre zu zeigen.  Als sie mir von diesem Vorhaben erzählte, war ich hellauf begeistert und sagte spontan zu, die Ausstellung „Die Goldenen Zwanziger. Zwischen Charlestin und Notgeld“ in Zusammenarbeit mit dem Verein kid (Kultur im Dorf, Gießhübl) zu konzipieren und vorzubereiten. Die Zeit drängte, wir hatten nämlich nur drei Monate, bis zur für Mai geplanten Eröffnung. Das klingt vielleicht nicht so schlimm, aber in Wahrheit braucht es mindestens 6 bis 12 Monate, um eine Ausstellung dieses Ausmaßes vorzubereiten. Dennoch nahmen wir mit Freude die Herausforderung an: Von nun an verging kein Tag, an dem wir uns nicht für mindestens fünf bis 10 Stunden in die 20er Jahre „begaben“.

Viktor Kabelka (Verein kid) recherchierte Tag und Nacht in den Unweiten des Internet und durchstöberte sein Archiv nach interessantem Material – und mit „Archiv“ ist hier kein Kammerl mit 12 übereinandergestapelten Bananenkartons gemeint. Im Zuge dieser Vorbereitungen stieß er dann auch auf filmhistorisch unglaublich interessante Zeugnisse. So etwas lässt das Herz einer Filmwissenschafterin wie mir, Marina Gschmeidler, natürlich höherschlagen, zumal ich bereits während meines Studiums die Liebe zum Stummfilm entdeckt habe und die Gelegenheit hatte, mich im Filmarchiv Austria während eines Praktikums mit der Materie vertraut zu machen. Nun setzten wir uns umgehend mit dem Filmarchiv Austria in Verbindung. Ich bin sehr froh, dass hier eine Kooperation zustande kam. Eine Ausstellung über die Zwanziger zu machen, ohne Filme aus dieser Zeit zeigen zu können, wäre nur eine „halbe Sache“ gewesen, wenn man bedenkt, wie wichtig das Medium Film damals wurde.

Während Viktor im Internet umherstreifte, wühlte ich mich durch einen Berg Bücher und begab mich in das Stadtarchiv Mödling, das uns auch bereitwillig unterstützte. Doch schriftliche Quellen sind nicht alles. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben lernt man von den Menschen, die man trifft. Es geht also nichts über das persönliche Gespräch. Dafür stand mir Altbürgermeister und waschechter Mödlinger Werner Burg in zahlreichen Gesprächen zur Verfügung. Es gibt Menschen, die einfach nur über ihre Kindheits- und Jugenderinnerungen erzählen und es gibt solche, die jede ihrer Erinnerungen noch einmal reflektieren und hinterfragen, die niemals aufhören, sich Gedanken zu machen und die sich nicht einfach mit scheinbaren Gegebenheiten abfinden. Ich bin froh, von solchen Menschen lernen zu können!

v.l.n.r: Dr. Nikolaus Wostry (Filmarchiv Austria), Mag. Marina Gschmeidler (KUM), Viktor Kabelka (kid)

DIE GESTALTER DER AUSSTELLUNG
Mag. Marina Gschmeidler (KUM): Konzept, Ausstellungsdramaturgie, Texte und Inhalte
Viktor Kabelka (kid): Leihgeber, Recherche, photographische Gestaltung
Dr. Christian Matzner (Museum Mödling): Leittexte und Bilder, Layout

The Making-Of
Hintergrundinfos zur Themenwahl
Inhaltsverzeichnis der Ausstellungstexte

Liane Haid 1895–2000

Liane Haid wurde im Jahr als Tochter eines Musikalienhändlers in Wien Alsergrund geboren. Sie machte eine Ausbildung als Tänzerin und stand schon als Kind auf der Bühne der Hofoper. Als die erste Wiener Filmgesellschaft, die Wiener Kunstfilm, gegründet wurde, wirkte Haid, die großes Interesse für dieses neue Medium hatte, von Beginn mit und spielte von 1915–1918 bereits in 18 Filmen.
1923 heiratete sie den Baron Fritz von Haymerle, der ihr eine eigene Filmfirma, die Micco-Film schenkte.
Ihren großen Durchbruch hatte Liane Haid als Protagonistin und Partnerin von Conrad Veidt in Richard Oswalds Historienfilm Lady Hamilton im Jahr 1921. 1922 spielte sie mit Veidt sowie Albert Bassermann und Adele Sandrock in Lucrezia Borgia. Es folgten Liebesfeuer (1925) und Die Brüder Schellenberg (1926) sowie Die Csardasfürstin (1927).

Den Übergang von Stumm- auf Tonfilm konnte Liane Haid bravourös meistern und wirkte in über 30 Tonfilmen mit. Im Jahr 1930 machte sie Robert Stolzs Lied Adieu, mein kleiner Gardeoffizier an der Seite von Willi Forst in Das Lied ist aus zum unvergessenen Schlager. Liane Haid und Willi Forst wurden zu einem der beliebtesten Filmpaare.
In den 30er Jahren drehte sie noch einige Filme in Österreich (Ungeküßt soll man nicht schlafen gehen, 1936 und Peter im Schnee, 1937) und England (Whom The Gods Love, 1936). In den 1940ern flüchtete sie mit ihrem Sohn in die Schweiz und heiratete dort den Schweizer Arzt Carl Spycher, den sie jahrelang auf seine Reise in die Tropen begleitete. Ein Comeback in den 50er Jahren scheiterte. 1992 erhielt sie den Deutschen Filmpreis und den Wiener Rosenhügelpreis. Liane Haid verstarb mit 105 Jahren in der Schweiz. Sie verkörperte den Typus des natürlichen, feschen und unkomplizierten Wiener Mädels.

Quellen:
Film Zeit, Liane Haid
Wien Geschichte Wiki, Liane Haid
Wikipedia, Liane Haid

Der österreichische Film

Anfang der Zwanziger-Jahre gab es in Wien um die 20 Filmproduktionsfirmen. Diese erzeugten pro Jahr ca. 80 Filme, im Schnitt war das alle fünf Tage ein Film! Hinzu kamen noch jährlich an die 100 Kurzfilme.
Die Filmfabriken trugen Namen wie Fiat-Film, Eos-Film, Emge-Film, Sascha-Film, Schönbrunn-Film, Listo-Film, Mondial-Film, Pan-Film, oder Vitafilm. Zu den wichtigsten zählten die Dreamland Film Company, die Micco-Film und die Astoria-Film. Fast jede Woche stellten die Produktionsfirmen einen neuen Film vor.
Trotz des schnellen und lebhaften Aufschwungs der Filmwirtschaft, befand sie sich nach nur drei Jahren in der Krise. Während 1922 jährlich durchschnittlich 70 abendfüllende Filme erschienen, waren es 1923 nur noch 35. Nach dem Börsenkrach 1924 reduzierte sich die Zahl auf 16 und 1925 wurden überhaupt nur noch 5 Filme pro Jahr produziert.
Die Gründe für den schnellen Verfall waren vielfältig: viele Firmen waren aufgrund von Spekulationen gegründet worden, das Kapital war auf viele Einzelunternehmen zersplittert, die Sparte konnte der Verflachung der Konjunktur nicht entgegenwirken. Außerdem war es in Österreich fast unmöglich, die Herstellungskosten für einen Film wieder hereinzuwirtschaften, weil das auf 6 Millionen Einwohner geschrumpfte Land einfach zu klein war. 90% der Produktionskosten hätten durch Ausfuhr in andere Länder gedeckt werden müssen, was in einer Zeit, wo der US- Film durch wesentlich preiswertere Produktionen die europäischen auf dem Markt verdrängte, ein Ding der Unmöglichkeit war.
Auch die Inflation spielte eine Rolle: beliefen sich die Herstellungskosten für einen Film 1922 auf 80 Millionen Kronen, so waren 1924 schon 50 Milliarden erforderlich. Die schwache Krone jedoch begünstigte gegenüber den harten Valuten den Filmverkauf ins Ausland, die Einführung des Schillings bedeutete wiederum eine Erschwernis für die Filmwirtschaft.

Während also manch kleine Filmfabrik genauso schnell wieder verschwand, wie sie entstanden war, konnten zwei große Produktionsfirmen aus der Vorkriegszeit ihre Vormachtstellung im Filmgeschäft ausbauen und bewahren: Die Sascha-Film und die Vita-Film. Diese hatten auch firmeneigene Kinos, in denen die Filmpremieren gefeiert wurden. Zu diesem Anlass wurden die Kinos im Dekorationsstil der jeweiligen Filme geschmückt.
Die größte Filmproduktionsgesellschaft der Stummfilmzeit war die von Sascha Kolowrat gegründete Sascha-Filmindustrie AG, die seit 1912 als Sascha-Filmfabrik ihren Sitz in Wien hatte.  1918 fusionierte sie mit dem Filmverleiher Philip & Pressburger und nannte sich seither Sascha-Filmindustrie AG.

FILMPIONIERE

Sascha Kolowrat
1927 besetzte Kolowrat die Hauptrollen in Café Elektrik mit den vielversprechenden Jungschauspielern Willi Forst und Marlene Dietrich. Beide sollten zu großen Filmstars werden. Einmal mehr zeigte sich Sascha Kolowrats untrügerisches Gespür für junge Talente.
Kolowrat hinterließ ca. 150 Kurz- und Langspielfilme, Hunderte von Naturaufnahmen, IndustriefilmeN und Aktualitäten.
Für Sascha-Film arbeiteten Künstler wie Fern Andra, Raoul Aslan, Armin Berg, Maria Corda, Lily Damita, Marlene Dietrich, Lucy Doraine, Heinrich Eisenbach, Alphons Fryland, Fritz Kortner, Willi Forst, Karl Farkas, Alexander Girardi, Mary Kid, Ernst und Hubert Marischka, Joe May, Hans Moser, Nita Naldi,  Anny Ondra, Ossi Oswalda, Paul Richter, Magda Sonja, Igo Sym, Otto Treßler, Michael Varkonyi, Richard Waldemar und Gisela Werbezirk. Auch Schlüsselfiguren der österreichischen Filmgeschichte, darunter Artur Berger, Karl von Borsody, Fritz Freissler, Karl Hartl, Karl Freund, Michael Kertész, Alexander Korda, Walter Reisch, Hans Theyer, Gustav Ucicky und Conrad und Robert Wiene waren an seinen Produktionen beteiligt.
Erst nach dem Tod Kolowrats 1927 und dem Aufkommen des Tonfilms war die Erfolgsgeschichte der Sascha-Film zu Ende.

Sodom und Gomorrha- der erste österreichische Monumentalfilm
Der erste Film, der von Sascha-Film in den Studios am Laaer Berg gedreht wurde, war der Monumentalfilm Sodom und Gomorrha. 3000 Statisten wurden engagiert, viele Arbeitslose konnten sich vorübergehend über einen „Job“ freuen. Die Regie übernahm Regisseur Michael Kertész. Chefkameramann war Gustav Ucicky, der uneheliche Sohn Gustav Klimts. In den Hauptrollen spielten Lucy Doraine (Kertész´ Frau) und Walter Slezak, der sein Schauspieldebut gab. Unter den Komparsen befanden sich Schauspieler, die noch unbekannt waren, aber eine große Schauspielkarriere vor sich hatten: Paula Wessely, Willy Forst und Hans Thimig.
Da in Sodom und Gomorrha riesige heidnische Tempel und Statuen zum Einsturz gebracht werden sollten, wurde ein berühmter Filmarchitekt und Szenenbildner aus Berlin engagiert: Julius von Borsody. Er setzte eine spezielle Sprengtechnik ein. Auch für den Feuerregen, sowie Schwefel- und Ascheregen durch den die Komparsen „um ihr Leben laufen“ mussten, war er verantwortlich. Leider kam es während der Dreharbeiten bei den Sprengungen aber tatsächlich zu lebensgefährlichen Situationen: Bei dem „Untergang von Sodom und Gomorrha“, als die Kulissenstadt weggesprengt werden sollte, wurden einige Statisten schwerverletzt, einige kamen sogar zu Tode.
Sodom und Gomorrha wurde zum Welterfolg, sogar in den USA war der Film ein Kassenschlager!

Österreichs FilmpionierInnen Anton und Luise Kolm und Jakob Fleck
Die FilmemacherInnen Anton Kolm, Jakob Fleck und Luise Veltée/Kolm/Fleck waren die wahren Pioniere des österreichischen Films. Unter mühsamen Bedingungen, in der Zeit des Ersten Weltkrieges wurde von den FilmpionInnen Kolm, Fleck und Velté die ersten österreichischen Filme produziert. Während z. B in Frankreich, den USA, Italien, England, Spanien und Schweden die Filmproduktionen schon Ende des 19. Jahrhunderts einsetzten, geschah dies in Österreich erst 1906. Besonders schwierig war es sich gegen das Monopol der französischen Filmproduzenten in Wien durchzusetzen. Ab 1912 hieß die Kolm’sche Produktionsfirma Wiener Kunstfilm-Gesellschaft. Mit Anlehnung an den französischen Kunstfilm sollten österreichische Spielfilme mit Niveau produziert werden. Während Anton sich als Direktor den geschäftlichen Aufgaben widmete, führte Jakob Fleck gemeinsam mit Louise Kolm die Regiearbeit. Er war auch Kameramann und somit der künstlerisch-technische Leiter. Nach dem Tod Anton Kolms, der an Krebs erkrankt war, heiratete Louise Kolm Anton Fleck.

Vita-Film
Die Vita-Film wurde 1919 von Anton und Luise Kolm gegründet und war die Nachfolgefirma der Wiener Kunstfilm-Industrie.
1923 errichtete die Vita Film die Rosenhügel-Filmstudios. Dort wurde 1922 der Monumentalfilm Samson und Delila produziert, die Kosten beliefen sich auf 12 Millionen Kronen. Im Gegensatz zur Sascha-Film, die das US-Kino zum Vorbild hatte, orientierte sich die Vita-Film an französischen und belgischen Vorbildern. So wurden auch Filme mit französischen Regisseuren produziert:

1923 Die sterbende Sonne, Regie: Germaine Dulac
Das Haus im Walde, Regie: Jean Legrand
Horoga, Regie: Severin Mars
Die Insel ohne Liebe, Regie: M. Liabel
Clown aus Liebe, Regie: Edouard-Emile Violet

1924 wurde Das Bildnis gedreht. Der belgische Regisseur Jacques Feyder, war einer der frühen Realisten. Das Drehbuch stammte von dem bekannten Schriftsteller Jules Romains. Dieser Film war die letzte Produktion der Vita-Film. Die Vita-Film ging pleite, wie die meisten anderen Filmproduktionsgesellschaften aufgrund der Konkurrenz preisgünstiger, aber hochwertiger US-Produktionen, die den Markt bereites überschwemmt hatten.

Die Rosenhügel-Studios der Vita-Film

Zeichnung der Vita-Film-Ateliers (Foto: via Wikimedia Commons)

Zwischen 1919 und 1923 entstand am Rosenhügel im Süden Wiens die damals größten und modernsten Filmstudios Österreichs. Schon vor der Entstehung der Studios wurden hier 1922 Dreharbeiten zu dem Monumentalfilm Samson und Delila durchgeführt, ein Film dessen Produktion 12 Millionen Kronen verschlang.
Die Fläche der Rosenhügelstudios betrug 25.000 Quadratmeter. Das größte Atelier war 90 Meter lang, 40 Meter breit und 70 Meter hoch und verfügte über ein Wasserbecken.  Für Außenaufnahmen stand ein 8000 Quadratmeter großes Podium bereit mit einer drehbaren Bühne mit 25 Metern Durchmesser. Dieses war notwendig, um das Set nach der Sonne auszurichten.

Filme, die in den 20ern am Rosenhügel produziert wurden, waren:
1921 Der tote Hochzeitsgast, Regie: Max Neufeld
1922 Samson und Delila, Regie: Alexander Korda
1923 Hoffmanns Erzählungen, Regie: Max Neufeld
1924 Hotel Potemkin, Regie: Max Neufeld
1925 Das Bildnis, Regie: Jacques Feyder, letzte Vita-Film-Produktion am Rosenhügel

Nachdem die Vita-Film 1924 in Konkurs gegangen war, standen die Studios bis 1933 leer.

SODOM UND GOMORRHA  (Österreich: 1922)
Untertitel: Die Legende von Sünde und Strafe
Teil 1: Die Sünde, Teil 2: Die Strafe
Produktion: Sascha-Filmindustrie AG, Wien
Produzent: Alexander Kolowrat
Verleih (Österreich): Vereinigte österreichische Filmleihanstalten G.m.b.H.
Regie: Michael Kertész
Drehbuch: Michael Kertész, Ladislaus Vajda
Kamera: Gustav Ucicky
Musik: Giuseppe Becce
Bauten: Julius v. Borsody (Chefarchitekt), Hans Rouc, Stephan Wessely
Besetzung:
Lucy Doraine (Miss Mary Conway, Sarah – das Weib des Lot, Lia – die Königin von Syrien)
Walter Slezak (Mr. Eduard Harber, Sohn von Jackson Harber, Student am Cambridge Lyzeum, ein Goldschmied von Galiläa), Filmdebüt
Erika Wagner (Mrs. Agatha Conway, Mutter von Mary)
Kurt Ehrle (Harry Lighton – Bildhauer, Lot)
Paul Askonas, Julius Szöreghy, Franz Herterich und mehr als 3000 Komparsen (unter ihnen Willi Forst, Paula Wessely, Hans Thimig, Béla Balázs)
Drehort: Wien (Sascha-Filmstadt am Laaerberg, Innenstadt, Schönbrunn, Hermesvilla), Laxenburg bei Wien, Steiermark (Erzberg)
Herstellungsjahr: 1921/22
Uraufführung: 13. Oktober 1922 (Teil 1: Die Sünde). 20. Oktober 1922 (Teil 2: Die Strafe), Wien

Der zweiteilige Film wurde in einen einteiligen umgearbeitet und ist am 11. Mai 1923 herausgekommen.
Zensur: Schulverbot

Die Dreharbeiten zu diesem Monumentalfilm dauerten ein Jahr. Der „Tempel der Astarte“ war einer der größten Filmbauten aller Zeiten.

Handlungsebene 1: Die schöne junge Mary Conway soll den reichen und skrupellosen, wesentlich älteren Börsenmagnaten Harber heiraten und ihren Geliebten, den Bildhauer Harry verlassen. Ihre geld- und luxusgierige Mutter rät ihr dazu. Als Mary dies Harry ohne Umschweife mitteilt, versucht dieser, sich umzubringen. Mary’s Reaktion darauf sind wilde Flirtanfälle mit dem eben aus dem Internat zurückgekehrten Eduard, dem Sohn Harbers. Dessen Erzieher, ein Priester, möchte den jungen Mann vor der liederlichen Mary beschützen und beginnt, eine Gleichnis zu erzählen:
Handlungsebene 2: (spielt im alten Orient): Die Königin von Syrien (Mary) knechtet ihre Untertanen. Ein junger Goldschmied (Eduard) verehrt sie und verteidigt sie sogar, als sie einen Aufstand seiner Klasse brutal niederschlägt. Daraufhin verurteilt sie den jungen Goldschmied aus einer Laune heraus zum Tode.
Handlungsebene 1: Mary lernt nichts aus dem Gleichnis. Sie verabredet sich für den Abend sowohl mit Eduard, als auch mit seinem Vater im Gartenpavillon. Mary, die als erste dort eintrifft, legt sich auf einen Diwan, schläft ein und beginnt zu träumen.
Sie träumt, dass Eduard und Mr. Harber im Pavillon aufeinandertreffen und eine Rauferei beginnen, bei der der Vater zu Tode kommt. Daraufhin wird Mary wegen Anstiftung zum Mord eingesperrt. Im Gefängnis sitzend und auf ihre Hinrichtung wartend erscheint der Priester bei ihr und erzählt wieder ein Gleichnis.
Handlungsebene 3:  Sarah (Mary), die Frau des Lot (Harry) verehrt die heidnische Göttin Astarte (Gigantische Kultzeremonien werden inszeniert). Da steigt der Engel des Herrn (Priester) herab und möchte, dass diesem Treiben Einhalt geboten wird, doch niemand hört auf ihn. Daraufhin schickt er Feuer und Schwefel, um das Böse zu vernichten, Sodom wird zerstört. Der gläubige Lot bittet um Gnade für seine Frau und so werden die beiden verschont. Allerdings ist ihre Rettung an eine Bedingung geknüpft: auf dem Weg aus der Stadt darf sich Sarah nicht umdrehen. Sie tut es dennoch und erstarrt zu einer Salzfigur. Auch Mary ist verloren und wird zur Hinrichtung geführt.
Handlungsebene 1: Nun wacht Mary im Pavillon wieder auf. Sie hat sich durch den Traum gewandelt und erkennt nun, wie selbstsüchtig und gemein sie war. Unverzüglich fährt sie zu Harry ins Krankenhaus, um ihm Lebensmut zu geben.

Der Erfolg von Sodom und Gomorrha ist weniger auf die Handlung zurückzuführen, als vielmehr auf die opulente Inszenierung der Gleichnis-Szenen.

Quellen:
Markus Nepf: Die ersten Filmpioniere in Österreich. Die Aufbauarbeit von Anton Kolm, Louise Veltée/Kolm/Fleck und Jakob Fleck bis zu Beginn des Ersten Weltkriegs. In: Elektrische Schatten. Beiträge zur Österreichischen Stummfilmgeschichte. Wien: Filmarchiv Austria, 1999
Günter Krenn: Der bewegte Mensch-Sascha Kolowrat. In: Elektrische Schatten. Beiträge zur Österreichischen Stummfilmgeschichte. Wien: Filmarchiv Austria, 1999
Elisabeth Büttner-Christian Dewald: Michael Kertész. Filmarbeit in Österreich bzw. bei der Sascha- Filmindustrie A.-G., Wien, 1919-1926.In: Elektrische Schatten. Beiträge zur Österreichischen Stummfilmgeschichte. Wien: Filmarchiv Austria, 1999

Radio Wien

Die Radiosendung am 1. Oktober wurde vom Sprecher folgendermaßen eingeleitet: „Hallo, hallo, hier Radio Wien. Mit dem heutigen Tag beginnen wir den Broadcasting Dienst .“

Die ersten Worte, die sich über den Äther verbreiteten stammten natürlich von Politikern: Bundeskanzler Ignaz Seipel sandte eine Botschaft an den Völkerbund, der Wiener Bürgermeister Karl Seitz ließ Lord Mayor in London schön grüßen. Es folgten Ansprachen von dem Handelsminister, dem Generaldirektor für das Post- und Telegraphenwesen und dem Außenminister, zum Abschluss sprach der erste Präsident der RAVAG.

Und dann endlich: Musik! Staatsopernsängerin Rosette Anday trug einige Arien vor, der Geigenvirtuose Váša Příhoda spielte Franz Schuberts „Ave Maria“ und Burgtheaterschauspieler Georg Reimers trug die Gedichte „Glück“ und „Das Veilchen“ vor.
Um 21 Uhr verabschiedete sich der Sprecher mit den Worten „Die Sendestation Wien macht für heute Schluß. Auf Wiederhören morgen um acht Uhr abends“.

Was die Ravag 1924 sendete:
11.000 Empfänger hatten Empfangslizenzen.
Die Sendezeit betrug pro Monat 113 Stunden.
Folgendes stand auf dem Programm:
52 Stunden leichte Musik
36 Stunden ernste Musik
6 Stunden Oper
2 Stunden Märchen
17 Stunden Verlautbarungen und Sonstiges

Quellen:
Kleindel: Österreich. Daten. Zahlen. Fakten. Salzburg: Andreas& Müller, 2007
Hugo Portisch: Österreich I

Der Sport in den 1920er Jahren

Vielfach vollzog sich eine Entwicklung vom Amateur- zum Profisport. Die Sportler begannen sich zu organisieren, Sport-Promoter machten sich auf die Suche nach neuen Talenten. Sport wurde zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor.

Österreich
In den Zeitungen wurde immer sehr ausführlich über Fußballspiele berichtet und bald wurden die Spiele auch im neuen Medium Radio übertragen. Die RAVAG-Reporter berichteten darüber von Beginn an, 1923 nahm der erste Probesender den Betrieb auf und 1930 gab es bereits 400.000 zahlende Abonnenten. Sportreporter und Sportfotografen waren sehr populär. Pionier der Sportphotographie in Österreich war Lothar Rübelt.

Der Sport und somit auch die Sportler waren so beliebt, dass die Herrenmode sich Anleihen beim Sport nahm, vor allem bei der Golf- und Tennismode.
Durch die Schwimmvereine lernten immer mehr Menschen schwimmen. Auch Bodybuilding gab es, nur hieß dieser Sport damals „Stemmen“.
In den 20er Jahren wurde ein neues Sportgerät erfunden: das Rhönrad. Es bestand aus zwei Reifen, die durch sechs Sprossen miteinander verbunden waren: zwei Spreizsprossen, zwei Griffsprossen und zwei Brettsprossen.

In den 20er Jahren gab es in Österreich sehr schneereiche Winter, vor allem 1924, als auf dem Anninger eine Rodelbahn gebaut wurde, auf der bis 1933 Rennen gefahren wurden.
Schifahren war ein Sport, den man nicht im Verein betrieb. Oft war es möglich vom Haus weg mit den Schiern zu gehen, da die Straßen bei Schneefall nicht geräumt wurden wie heute. Ziele waren der Eichkogel, das Hagenauertal, der Liechtenstein, die Seewiese oder der Gießhübl. Als Schischuhe verwendete man festere Straßenschuhe, in die man hinten ein paar „Tscheanken“ gab, damit die Bindung nicht hinunterrutschte. Wenn auch Mädchen das Schifahren ausprobieren wollten, liehen sie sich die Schi von Freunden und Knickerbocker vom Bruder.

In den USA war Football der prominenteste Sport, Tennis- und Golfmeisterschaften erfreuten sich großer Beliebtheit. Ruderregatten wurden organisiert. Sportveranstaltungen zogen mehr Publikum an als alles andere.

Bademode
Durch die Schwimmvereine lernten immer mehr Menschen schwimmen. Stadtbäder wurden errichtet, Menschen in Badekleidung waren ein vertrautes Bild. Die Bademode erregte vielfach die Gemüter. Die umständlichen, dunklen Badekleider der Damen, ein Relikt aus der Kaiserzeit, wurden durch Badetrikots abgelöst. Der Schnitt wurde recht verwegen, die Damen zeigten wie die Herren ihre Knie. Zudem wurden die Badeanzüge heller und bunter. Ab 1928 kamen in den Vereinigten Staaten die ersten zweiteiligen Badeanzüge auf.

Erstmals traten sehr knappe Badehosen für Männer auf, sogenannte Dreiecksbadehosen, die vielfach als skandalös betrachtet wurden. Ältere und konservativere Herren bevorzugten Herrenbadeanzüge.
Freilich war die neue Bademode nicht überall zu sehen. Ältere Damen und die Vielen, die sich die neuen Modelle nicht leisten konnten, trugen als „Badeanzüge“ so genannte „Turnerhosen“. Das waren schwarze Hosen aus einem Stoff namens „Kloth“ und schwarze Klothschürzen, die mit einer Sicherheitsnadel am Rücken zusammengehalten wurden. Wenn sie im Wasser waren, sahen die Frauen aus, als hingen sie an schwarzen Ballons, weil sich diese Badekleidung so aufblähte. Es gab auch Badeanzüge aus Baumwolle mit einem Röckchen dran, die aber für Viele unerschwinglich waren.
Als Schwimmhilfen verwendete man Petroleumkanister, Schweinsblasen und selbst genähte Schwimmreifen mit einem Einsatz, der mit Schichtseife imprägniert war.

SIEGE – REKORDE – WETTKÄMPFE 1920–1929
1920

  • Der amerikanische Nationalheld George Herman („Babe“) Ruth (1895–1948) wechselt für die bis dahin höchste Ablösesumme im Baseball von 125.000 Dollar von den Boston Red Sox zu den New York Yankees
  • Offizielle Eröffnung der VII. Olympischen Spiele in Antwerpen, die bis zum 12. September dauern. Die Sportler kommen aus 29 Staaten, Vertreter der ehemaligen Mittelmächte sind nicht eingeladen
  • Österreich gewinnt im Fußball gegen Deutschland mit 3:2


1921

    • In Monte Carlo beginnen die ersten olympischen Spiele der Frauen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) schließt Frauen weiterhin von den Olympischen Spielen aus
    • In einem als „Boxkampf des Jahrhunderts“ bezeichneten Kampf verteidigt der Amerikaner Jack Dempsey seinen Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen den Franzosen Georges Carpentier vor 120.000 Zuschauern durch einen K. O. in der vierten Runde.
    • In Les Mans wird nach Ende des Ersten Weltkriegs der erste Große Preis des französischen Automobilclubs ausgetragen


1922

    • Die Wienerin Herma Planck-Szabó wird in Stockholm Weltmeisterin im Eiskunstlauf
    • Johnny Weissmüller stellt in Alameda (Kalifornien) in genau 58,6 Sekunden einen neuen Weltrekord über 100 Meter Freistil-Schwimmen auf
    • In Brooksland (USA) findet ein Autorennen statt, das Gegenstand der ersten Sport-Rundfunkreportage wird.
    • In Paris finden die ersten Frauen-Weltspiele der Leichtathletik statt
    • Der finnische Sportler Paavo Nurmi läuft mit 14:35,4 Minuten einen neuen Weltrekord über 5.000 Meter


1923

    • Fritz Kachler (Österreich) wird in Wien zum dritten Mal Weltmeister im Eiskunstlauf, Herma Planck-Szabó zum zweiten Mal
    • Das Wembley-Stadion in London wird mit dem Cupfinale zwischen West Ham United und den Bolton Wanderers eröffnet.
    • In Le Mans findet das erste 24-Stunden-Rennen statt


1924

    • In Chamonix (Frankreich) fand die Internationale Woche des Sports statt, die vom IOC nachträglich (im Jahr 1926) zu den ersten Olympischen Winterspielen erklärt wurde. Österreich gewinnt 2 Goldmedaillen: Eiskunstlauf der Damen (Herma Planck-Szabó) und Eiskunstlauf der Paare (Helene Engelmann und Alfred Berger) sowie eine Silbermedaille: Eiskunstlauf der Herren (Willy Böckl)
    • Herma Planck-Szabó (Österreich) wird in Oslo zum dritten Mal Weltmeisterin im Eiskunstlauf
    • Helene Engelmann und Alfred Berger (Österreich) werden in Manchester Weltmeister im Eiskunstlauf der Paare
    • In dem Wintersportort Chamonix in Frankreich wurde der Internationale Skiverband gegründet
    • In Paris begannen die VIII. Olympischen Spiele der Neuzeit. Österreich: 3 silber-, 1 Bronzemedaille, alle in Schwerathletik. Federgewicht: 2. Andreas Stadler; Leichtgewicht: 2. Anton Zwerzina; Schwergewicht: 2. Franz Aigner; Halbschwergewicht: 3. Leopold Friedrich
    • Einen friedlichen, einen sportlichen Zweck hatte die sogenannte Hitzeschlacht von Colombes. Dieses Querfeldeinrennen fand innerhalb der VIII. Olympischen Spiele in Paris statt. Nur 15 von 38 Teilnehmern schafften bei 45 Grad Celsius den Zieleinlauf. Der Finne Paavo Nurmi gewann die Goldmedaille.


1925

    • Herma Planck-Szabó (Österreich) wird in Davos zum vierten Mal Weltmeisterin im Eiskunstlauf. Planck-Szábo und Ludwig Wrede (Österreich) werden Weltmeister im Eiskunstlauf der Paare
    • Der amerikanische Sportler Johnny Weissmuller schwimmt mit 2:15,2 Minuten einen neuen Weltrekord über 200 m Freistil
    • Die Mannschaft der USA gewann zum sechsten Mal hintereinander den Tennis-Davis-Cup
    • Den Weltrekord über 400 m Freistil wird von dem schwedischen Schwimmer Arne Borg in Stockholm auf 4:50 min verbessert
    • Gene Tunney gewinnt die Boxweltmeisterschaft in Philadelphia


1926

    • Herma Planck-Szabó (Österreich) wird in Stockholm zum fünften Mal Weltmeisterin im Eiskunstlauf


1927

    • Willy Böckl (Österreich) wird in Davos Weltmeister im Eiskunstlauf
    • Herma Planck-Szábo und Ludwig Wrede (Österreich) werden Weltmeister im Eiskunstlauf der Paare
    • Der Deutsche Max Schmeling wird Europameister im Halbschwergewicht
    • Der amerikanische Sportler Johnny Weissmuller schwimmt mit 10:22,2 min. einen Weltrekord über 800 m Freistil.


1928

    • Tischtennisweltmeister im Herrendoppel werden die Österreicher Liebster und Thum, im Damendoppel Flamm und die Amerikanerin Mednyanszky
    • Die II. Olympischen Winterspiele finden in St. Moritz (Schweiz) statt. Österreich gewinnt 3 Silbermededaillen: Willy Böckl (Eiskunstlauf), Fritzi Burger (Eiskunstlauf), Lilly Scholz und Otto Kaiser (Eiskunstlauf-Paarlauf) und eine Bronzemedaille (Melitta Brunner und Ludwig Wrede im Eiskunst-Paarlauf)
    • Willy Böckl (Österreich) wird in Berlin Weltmeister im Eiskunstlauf
    • Erstes Arlberg-Kandahar-Rennen in St. Anton am Arlberg
    • Auf der Opel-Rennstrecke in Rüsselsheim wird der erste Rennwagen mit Raketenantrieb getestet. Das Auto beschleunigt in acht Sekunden auf 100 km/h
    • In Amsterdam werden die IX. Olympischen Sommerspiele eröffnet. Unter den knapp 3.000 Teilnehmern sind 288 Frauen, die erstmals auch in der Leichtathletik antreten. Der finnische Langstreckenläufer Paavo Nurmi stellt in drei Läufen in Berlin neue Weltrekorde auf: über 15 km, über 10 Meilen und im Einstundenlauf.
    • Österreich gewinnt 1 Goldmedaille in Schwerathletik (Franz Andrysek, Federgewicht), 1 Silbermedaille (Hans Haas, Leichtgewicht) und eine Bronzemedaille (Leo Losert und Viktor Flesch, Rudern: Doppelzweier)
    • Richard Halliburton durchschwimmt als erster Mensch den Panamakanal in seiner gesamten Länge

    • 1929

        • Lilly Scholz und Otto Kaiser (Österreich) werden in Budapest Weltmeister im Eiskunstlauf der Paare

      Quellen:
      Bienert, Christine: „Die Kolonie war halt das tiefste in Mödling. Des is heut nimmer“. Alltag in der Mödlinger Kolonie seit 1873. Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophie aus dem Fachgebiet Volkskunde, eingereicht an der Universität Wien, 2006
      Kleindel: Österreich. Daten. Zahlen. Fakten. Salzburg: Andreas& Müller, 2007
      Portisch, Hugo: Österreich I. Die unterschätzte Republik. Wien: Kremayr und Scheriau, 1989
      LEMO – Lebendiges Museum Online
      Was War Wann. Geschichte von oooo bis gestern

Die Welt des Kindes

Die Bekleidung der Arbeiterkinder
Kinder von Arbeitern oder Arbeitslosen waren sehr einfach gekleidet, Kindermode war nur für besser Verdienende erschwinglich. Die Babies wurden in Wickeltücher eingehüllt, leider war es auch durchaus üblich, sie recht eng zu „wickeln“, so, dass sie kaum Bewegungsfreiheit hatten. Kleinkinder trugen eine Art Kittel, den die Mütter meist aus ihren alten Röcken selbst nähten. Diese Kittel wurden sowohl von Mädchen als auch von Buben getragen und an die jüngeren Geschwister weitergegeben. Je älter der Kittel wurde, desto mehr Flicken bekam er. Buben erhielten ihre erste kurze Hose oft erst, wenn sie in die Schule kamen.
Unter den Kitteln und Röcken trugen Kleinkinder, zumindest im Sommer, meist keine Unterwäsche. So sparte man sich einerseits das Waschen, andererseits gewöhnten sich die Kinder so schneller daran, die Toilette, den so genannten „Abort“ zu benutzen.
Sonntags oder zu besonderen Anlässen, wie z.B. bei einem Termin beim Fotografen, zogen Mädchen ihr Sonntagskleid an, während Buben den „zeitlosen“ Matrosenanzug trugen.

Unterhosen trugen die Kinder der Arbeiter, aber auch Bauernkinder erst, wenn sie in die Schule kamen. Diese Unterwäsche wurde aus einem groben Stoff namens „Kloth“ genäht. Praktisch waren so genannte „Schnellfeuerhosen“, das waren Kinderhosen mit herunterklappbarem Hinterteil.
Sowohl Mädchen als auch Buben trugen Strümpfe. Das war auch notwendig, denn Kinder hatten keine langen Hosen. Für Mädchen wäre es ohnehin sehr unschicklich gewesen, überhaupt Hosen zu tragen, sie trugen Röcke oder Kleider. Darüber zogen sie noch eine Schürze, um die Kleidung zu schützen. Außerdem man sollte ihnen ansehen, dass sie auch schon „fleißige Hausfrauen“ waren oder werden sollten.  Die Buben trugen kurze Hosen, erst wenn sie älter wurden oder für besondere Anlässe bekamen sie ihre erste lange Hose oder Knickerbocker geschenkt.

Weil Stoffe und Kleidung teuer waren, erhielten viele Kinder ihre Kleidung meist zum Geburtstag oder zu Weihnachten geschenkt. Wenn man sich gar keine Kleidung leisten konnte, wurde den Kindern entweder von der Gemeinde oder von gemeinnützigen Vereinen Kleider, Schürzen und Hosen zugeteilt. Aber auch den verschiedenen politischen Parteien war es ein besonderes Anliegen, die Ärmsten der Armen mit Kleidung zu versorgen, nicht zuletzt, weil Wohltätigkeit Wählerstimmen bringen konnte.
Sobald die Kinder in die Pubertät kamen, bekamen sie neue Kleidung: Mädchen erhielten ein neues Kleid und Burschen die erste lange Hose oder den ersten Anzug, wenn sie z.B. 15 Jahre alt wurden oder anlässlich ihrer Firmung bzw. Konfirmation.

Schuhe waren die teuersten Kleidungsstücke und wurden, um sie zu schonen, von armen Kindern nur im Winter getragen. In der Volksschule stellte das meist kein Problem dar, aber, wenn die Kinder in die Bürgerschule kamen, mussten sie dort Schuhe tragen. Dennoch zogen die Kinder die Schuhe zumindest auf dem Heimweg aus, um Sohlen zu sparen.
Wenn man geschickt war und Leder bzw. Leinen zur Verfügung hatte, konnte man seinen Kindern die Schuhe selbst anfertigen.

Schule
Vor allem Kinder, die auf dem Land lebten, hatten oft einen Schulweg, der länger als eine halbe Stunde dauerte und selbstverständlich zu Fuß zu bewältigen war. Die Straße war nicht überall gepflastert. Die Kinder mussten im Sommer oft im Staub oder bei Regen im Schlamm gehen und das nicht selten ohne Schuhe. Denn viele Kinder kamen aus armen Familien. Im Winter konnten manche sogar wochenlang nicht in die Schule gehen, weil sie keine Schuhe oder warme Kleidung hatten.
So wurden Schuhe oftmals nur bis April getragen, um sie vor Abnutzung zu schonen. Sogar wenn die Pfützen noch zugefroren waren, gingen Kinder schon barfuß in die Schule. Der Boden in der Schule war meist mit Öl eingelassen. So mussten sich die Kinder abends die schmutzigen und öligen Füße mit kaltem Brunnenwasser und Schmierseife sauber schrubben.
Manchmal blieb die Schule geschlossen, weil es nicht genug Kohle zum Heizen gab. Es wurden dann statt der Zentralheizung einige Öfen aufgestellt und nur wenige Klassen beheizt. Im Winter 1929 war es besonders kalt und die Schule musste, zur Freude der Kinder, für drei Wochen geschlossen werden.

Schulreformen
Der sozialdemokratische Politiker und Pädagoge Otto Glöckel hatte bereits 1917 ein Schul- und Erziehungsreformprogramm entwickelt. Er forderte die Freiheit der Schule, die Trennung von Kirche und Schule, die Einheitsschule, die Förderung aller Begabungen, die Unentgeltlichkeit des Unterrichts und der Lernmittel. Außerdem erstrebte er eine zeitgemäße Gestaltung der Methodik im Sinne einer kindgemäßen Lebens- und Arbeitsschule und die Überwindung der Bürokratie im Schulwesen. Auch die vorgeschriebene Teilnahme am Religionsunterricht wurde abgeschafft. In den 20er Jahren konnte er immer mehr Reformen durchsetzen, besonders in Wien, wo Glöckel jahrelang Stadtschulratspräsident war. Unter seiner Organisation wurde das gesamte Wiener Pflicht-, Mittel- und Fortbildungsschulwesens neugestaltet.
Bundesweit sah das Reichsvolksschulgesetz nach der Volksschule den Besuch der dreijährigen Bürgerschule vor. 1927 wurde das Haupt- und Mittelschulgesetz erlassen, das die Bürgerschule durch die vierjährige Hauptschule ersetzte. Neben den öffentlichen Schulen gab es Schulen, in denen man Schulgeld bezahlen musste.

Kinderspiele
Schon um 1900 gab es vereinzelt wohltätige Organisationen und Arbeitgeber, die Spielplätze finanzierten, um Krankheit und „antisoziales“ Verhalten in der Arbeiterklasse zu bekämpfen. Doch erst die Sozialpolitik des „Roten Wien“ setzte neue Maßstäbe, die den Schwerpunkt auf die Kinder- und Jugendfürsorge legten. Ab 1919 entstanden Kindergärten, Horte und Kinderspielplätze – oft in den Gemeindebauten, die flächendeckend in allen Wiener Bezirken errichtet wurden.
Da viele Menschen in sehr beengten Verhältnissen in kleinen Wohnungen lebten, spielte sich das Leben ihrer Kinder meist auf der Straße ab. Zwar hatte man auch Gärten, aber das waren für gewöhnlich Nutzgärten, die nicht immer genug Platz zum Spielen ließen. Doch immerhin konnte man in so manchem Garten auf Bäume klettern oder in den Büschen „Versteckerl“ spielen.
In kleineren Gemeinden, Kleinstädten und auf dem Land gab es keine Kinderspielplätze. Die meisten Kinder spielten auf der Straße. Dort entzogen sie sich den kontrollierenden Blicken der Eltern und konnten sich frei fühlen. Und sie liefen nicht Gefahr, für irgendwelche Hausarbeiten eingespannt zu werden. Auf der Straße war es für die Kinder in Mödling in den 20er Jahren noch lange nicht so gefährlich wie heute. Automobile gab es noch sehr wenige,. Der Verkehr beschränkte sich meist auf Lieferfahrzeuge wie den Würstelwagen, den Ankerwagen oder den Bierkutscher. Auch der „Mülliwagen“ war nicht so häufig unterwegs wie die Müllabfuhr heute. Das Wichtigste aber war, dass sie sich die Kinder mit anderen Kindern treffen konnten.

Die gemeinsamen Spiele der Kinder waren je nach Geschlecht, Alter oder Wohngegend, verschieden. Spielsachen konnten sich viele nicht leisten, und so gab es eine große Auswahl an Spielen, für die man keine brauchte, z. B.  „Vater, Vater, leih ma d´Scher“, „Nachrennerl“ (=„Fangerl“), „Versteckerl“, „Tempelhupfen“, „Stoff verkaufen“ oder „Vögel verkaufen“.
Mit Reifen von alten Fahrrädern oder Kinderwägen spielte man „Reifentreiben“. Alte Kinderwägen konnte man zu „Rennwägen“, so genannten „Gicks“ umbauen. Zwei Kinder waren die Pferde und eines war der „Jockey“ und schon fand ein Wettrennen statt! Geschickte Väter bastelten ihren Kindern Tretautos aus Gerümpel und Abfallprodukten.

Einen Fußball hatten die Buben immer zu Verfügung, wenn auch als „Fetzenlaberl“. Aus Stoff- oder Lederresten konnte man sich so schon einen ganz passablen Fußball basteln. Große Bereiche der Städte waren noch nicht verbaut, so gab es statt vieler Häuser große Felder und Wiesen, wo die Kinder Völkerball oder Fußball spielen konnten.
Viele Straßen waren nicht an das Kanalnetz angeschlossen und wenn es regnete, lief das Wasser beiderseits der Straße durch die Straßengräben. Dort konnte man ganz wunderbar  mit dem Waschtrog „Schifferl fahren“.
„Aunipecken“ hieß es, wenn man mit Kugeln spielte. Auch „Kugel scheiben“ sagte man dazu. Meist spielten Buben dieses Spiel, aber auch Mädchen konnten sich beteiligen. Die Kugeln (Murmeln) gab es in verschiedenen Qualitäten und so hatten sie unterschiedlichen Tauschwert. „Lahmbatzn“ hießen die Kugeln aus Ton. Eine metallene Kugel z.B  „kostete“ 50 Tonkugeln,  eine Glaskugel konnte man gegen 25 Tonkugeln tauschen. Die Kugeln wurden in einem alten Strumpf aufbewahrt. Die Spielregeln wurden von den älteren Kindern an die jüngeren weitergegeben.

Zum Geburtstag oder zu Weihnachten bekamen die Kinder einfache Spielsachen geschenkt wie z.B. Wolferl, Diabolo, Jojo oder Bälle. Das „Wolferl“ oder „Stoßbudl“ war eine Art kleiner Flipper aus Holz.
Kinder des so genannten „Mittelstandes“, deren Väter z. B. Beamte oder Lehrer waren, hatten teurere Spielsachen wie Schaukelpferde, Tretautos oder sogar echte Eislaufschuhe oder eine Rodel. Wer sich keine Eislaufschuhe leisten konnte, verwendete so genannte „Schraubendampfer“. Eislaufen konnte man auf den zugefrorenen Teichen oder Sumpfwiesen.
Aber selbst Kinder, die keine Schuhe hatten, spielten im Schnee, indem sie sich die Füße mit Gamaschen umwickelten. Zu Hause wurden die Füße dann in eiskaltes Wasser gesteckt.
Gerne spielten die Kinder, v. a. die Buben, auch „Räuber und Gendarm“. Oder sie kletterten auf Felsen herum, wie dem Teufelsfelsen am Schwarzen Turm. Das war natürlich nicht ungefährlich, aber da die Kinder gewohnt waren, sich von klein auf im Freien zu bewegen, waren sie schon geübt, sehr geschickt und hatten auch weniger Angst.

Generell wurden Mädchen dazu angehalten, lieber mit den Puppen zu spielen und nicht so wild zu sein und auf Bäume oder Felsen zu klettern wie die Buben.
Für Mädchen gab es Puppen, manche sogar aus echtem Porzellan, andere aus Fetzen, aber auch Puppenwagen und Puppenhäuser.
Kartenspiele wie Quartett und schwarzer Peter sowie Brettspiele wie „Mensch ärgere Dich nicht“ spielten Mädchen und Buben gerne.
Für Kinder, die gerne lasen, gab es eine große Auswahl an Kinderbüchern und Kinderzeitschriften.

Quellen:
Bienert, Christine: „Die Kolonie war halt das tiefste in Mödling. Des is heut nimmer“. Alltag in der Mödlinger Kolonie seit 1873. Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophie aus dem Fachgebiet Volkskunde, eingereicht an der Universität Wien,  2006
Portisch, Hugo: Österreich I. Die unterschätzte Republik. Wien: Kremayr und Scheriau, 1989
Wien Geschichte Wiki: Spielplätze