Zeitgeschichte zum „Begreifen“

„Vidulus“ ist unser Museum zum Anfassen. In unserem Rätselkoffer verbergen sich vorwiegend Originalobjekte aus unserer Sammlung, die im Laufe eines Rätselspiels von den Schülern untersucht und zugeordnet werden sollen.
Wie hat sich das Leben der Kinder und Jugendlichen in den letzten 120 Jahren entwickelt? Um das zu erfahren, müssen wir gemeinsam einige knifflige Rätsel lösen. Dann erst öffnet Vidulus seine Geheimfächer und lässt uns einen Blick auf eine Welt längst vergangener Zeiten werfen.
Je nach Altersgruppe, können u.a. folgende Themen gewählt werden:
  • „Schulranzen schon gepackt? – Schulkind sein vor 100 Jahren.
  • Von „Extrablatt“ bis „Spotify“: eine kleine Mediengeschichte
  • Was, bitte ist ein „Schlurf?“ Jugendkultur im Wandel der Zeit

Informationen und Buchung: Marina Gschmeidler
+43 676 92 57 315, kontakt@kumkum.at

Stadtexpedition

Ein Tourist kennt Wien besser als ein Wiener? Was sagen Sie dazu?
Ist Ihnen schon einmal der römische Grabstein im Riesentor des Stephansdoms  aufgefallen?
Wussten Sie, dass der Donner-Brunnen am Neuen Markt eigentlich Providentia-Brunnen heißt und die Keuschheitskommission Maria Theresias ihn einschmelzen lassen wollte?
Als „echte Wienerin“, Fremdenführerin und Archäologin lade ich Sie ein, mit mir hinter die Fassaden unserer schönen Haupstadt zu blicken.
Gerne stelle ich für Sie einen individuellen Rundgang oder eine Erlebnistour für Kinder und Jugendliche zusammen.

Gruppe bis 25 Personen
Dauer 2,5 Stunden
160€ exkl. Ust.
Anmeldung: Claudia-Maria Behling
+43 660 87 11 356, info@stadtexpedition.at

Altsteinzeit-Workshop: Back to the Roots

3. bis 6. Schulstufe
Geht als steinzeitliche Jäger und Sammler auf Spurensuche nach Original-Fundstücken, bastelt euren eigenen Schmuck aus Naturmaterialien und versucht euch als Künstler mit Erdfarben und Steinbearbeitung. Ebenso könnt ihr etwas über die Nahrung und das tägliche Leben vor 30.000 Jahren erfahren.

Preis: 150€/ Schulklasse zuzgl. Fahrtkosten (Mindestbuchung 2 Schulklassen)
Dauer: 2 Stunden
Informationen und Buchung: Alexander Hobiger
0699/ 818-36-773, hobiger@kumkum.at bzw. kontakt@kumkum.at

Dieser Workshop entstand in Kooperation mit dem Buchklub der Jugend.

Mittelalter-Workshop: Das “finstere” Mittelalter wird bunt

3. bis 6. Schulstufe
Taucht ein mit uns in unterschiedlichen Workshop-Stationen ins mittelalterliche Leben, versucht euch als Minnesänger, Gaukler und Jongleure und braut aus Heilkräutern einen Tee. Geht auf archäologische Grabung und bearbeitet einen Befund. In einem eigens entwickelten Spiel reist ihr mit Richard Löwenherz und macht den Mitspielern das Leben schwer.

Preis: 150€/ Schulklasse zuzgl. Fahrtkosten (Mindestbuchung 2 Schulklassen)
Dauer: 2 Stunden
Informationen und Buchung: Alexander Hobiger
0699/ 818-36-773, hobiger@kumkum.at bzw. kontakt@kumkum.at

Dieser Workshop entstand in Kooperation mit dem Buchklub der Jugend.

Römer-Workshop: Römisches Leben zum Angreifen

3. bis 6. Schulstufe
Erlebt unterschiedliche Facetten des römischen Lebens in einzelnen Workshop-Stationen: Kleidet euch standesgemäß, erprobt römische Spiele, schreibt auf Wachstafeln und Papyrus, lernt spielerisch die Welt der Götter und Göttinnen kennen und beweist euer Geschick beim Restaurieren römischer Keramik. Als krönenden Abschluss gibt es dann eine pantomimische Aufführung einer mythologischen Geschichte.

Preis: 150€/ Schulklasse zuzgl. Fahrtkosten (Mindestbuchung 2 Schulklassen)
Dauer: 2 Stunden
Informationen und Buchung: Alexander Hobiger
0699/ 818-36-773, hobiger@kumkum.at bzw. kontakt@kumkum.at

Dieser Workshop entstand in Kooperation mit dem Buchklub der Jugend.

Spuren aus der Vergangenheit – auf Zeitreise in die Steinzeit

3. bis 6. Schulstufe
Der historische Bogen spannt sich von der modernen Wissenschaft von heute bis zur Steinzeit.
Als Wissenschaftler dokumentiert, rekonstruiert und bearbeitet ihr einen „archäologischen Befund“ und lernt als Anthropologinnen die Welt der Knochen kennen. Vom mittelalterlichen Tanz bis zum Feuerschlagen mit Funkeneisen könnt ihr in zahlreichen Stationen interessante Erfahrungen sammeln.

Preis: 150€/ Schulklasse zuzgl. Fahrtkosten (Mindestbuchung 2 Schulklassen)
Dauer: 2 Stunden
Informationen und Buchung: Alexander Hobiger
0699/ 818-36-773, hobiger@kumkum.at bzw. kontakt@kumkum.at

Dieser Workshop entstand in Kooperation mit dem Buchklub der Jugend.

Mödlinger Kulturtage 2017

Alle Jahre wieder finden die Mödlinger Kulturtage statt, die von Kulturstadträtin Dr. Karin Wessely ins Leben gerufen wurden. Dieses Mal geht es um das Thema „Bildende Kunst“. Natürlich sind wir vom KUM-Verein wieder dabei, um Kunst an Menschen zu vermitteln. Unser beliebter Zeitreisekoffer VIDULUS ist mit von der Partie und unterhält kleine Besucher mit dem Bilderrätsel „Ich seh, ich seh was Du nicht siehst“. Große Besucher erkunden beim Adventure Game die Mödlinger Innenstadt und werden Teil einer Kriminalgeschichte. Als begeisterte Geocacher werden wir schließlich Cacher zu einem Kunstprojekt animieren, bei dem sie spannende Cache-Erlebnisse zeichnerisch umsetzen. Neulinge können sich bei uns über dieses spannende Hobby informieren. Alle Infos zu den Mödlinger Kulturtagen findet Ihr auf der von uns gestalteten Homepage: http://kulturtage-moedling.at/

Unsere Programmpunkte im Überblick:
• 09.09.2017 10:30h Interaktives Bilderrätsel – Ich seh, ich seh was Du nicht siehst (Dauer 1h, Untere Bachgasse/Station 4)
• 09.09.2017 11:30h Adventure Game rund um Mödlings Kunst (Dauer 1h, Untere Bachgasse/Station 4)
• 09.09.2017 13:00h Geocaching rund um Mödlings Kunst (Dauer 1h, Untere Bachgasse/Station 4)
• 13.10.2017 15:00h Interaktives Bilderrätsel – Ich seh, ich seh was Du nicht siehst (Dauer 1h, Schrannenplatz ggü. Fielmann)
• 14.10.2017 11:30h Adventure Game rund um Mödlings Kunst (Dauer 1h, Schrannenplatz ggü. Fielmann)
• 14.10.2017 12:30h Geocaching rund um Mödlings Kunst (Dauer 1h, Schrannenplatz ggü. Fielmann)

Die Goldenen Zwanziger (Ausstellung Stadtgalerie Mödling 2017)

INFOS ZUR AUSSTELLUNG
Die Ausstellung „Die Goldenen Zwanziger. Zwischen Notgeld und Charleston“ findet von 11.–31. Mai 2017 in der Stadtgalerie Mödling statt. Die Öffnungszeiten sind MO 10–19h, DI–FR 10–17h und SA 10–13h. Es gibt mehrere Veranstaltungen zum Ausstellungsthema. Unter anderem nimmt die Stadtgalerie am Museumsfrühling Niederösterreich am 20. und 21. Mai 2017 teil und bietet Familienführungen, eine Lesung sowie musikalische Programme. Wir vom KUM-Verein begeben uns mit mutigen Abenteurern am Sonntag 21. Mai wieder mit Vidulus auf Zeitreise und diesmal geht es in die 20er Jahre (für Kinder ab 6 Jahre).
Warum wir uns gerade die 20er Jahre ausgesucht haben, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Bei Besuch der Ausstellung finden Sie zu jedem Themengebiet eine Texttafel. Möchten Sie noch mehr Informationen, so können Sie über den dazugehörigen QR ausführliche Texte auf unserer Homepage abrufen. Diese Zusatzinformationen finden Sie auch in einem übersichtlichen Inhaltsverzeichnis gegliedert.

DIE GESTALTER DER AUSSTELLUNG
Mag. Marina Gschmeidler (KUM): Konzept, Ausstellungsdramaturgie, Texte und Inhalte
Viktor Kabelka (kid): Leihgeber, Recherche, photographische Gestaltung
Dr. Christian Matzner (Museum Mödling): Leittexte und Bilder, Layout
Wolfgang Gärber (KUM): Ausstellungstechnik, Aufbereitung und Präsentation (Video und Audio)
Josef Henk (Landesinnungsmeister der Fotografen Niederösterreich): Layout und Druck der Bildtafeln
Doris Pikisch (Stadtgalerie Mödling): Layout und Druck der Texttafeln (Leittexte)

DANKSAGUNG:
Ohne die Hilfe und Mitarbeit von vielen engagierten Mitmenschen, wäre die Ausstellung nie zustande gekommen. Deswegen möchten wir uns herzlich bei allen bedanken, die sich von unserer Begeisterung anstecken ließen und uns Stunden ihrer wertvollen Zeit schenkten!! Die ausführliche Version zur Entstehung der Ausstellung ist in „The Making-Of“ nachzulesen.
„In order of appearance“:
Mag. Manfred Pongratz: Stadtarchiv Mödling
Dr. Nikolaus Wostry und Susanne Rocca (Filmarchiv Austria): Auswahl und Bearbeitung der Filmbeiträge
Dr. Claudia-Maria Behling (KUM): Homepage und QR-Codes
Werner Burg: Interviews zu Gesellschaft und Geschichte Mödlings
Dr. Anatol Eschelmüller: Leihgeber und Berater (Mode und Kosmetik)
Sonja Karner: Make-up Artist, Leihgeberin und Beraterin (Kosmetik und Mode)
Literarische Gesellschaft Mödling: Archiv und Leihgaben
Petra Gesperger, BSc: Layout Chronik

Zur Themenwahl
The Making-Of
Inhaltsverzeichnis

Fotos von der Eröffnung am 10.05.2017 (Fotos: Gabriele Schätzle):

Warum die 20er Jahre?

Um zu verstehen, warum wir so sind, wie wir sind, warum wir ein gutes Leben führen können, aber auch um zu verstehen, warum andere Menschen diese Privilegien nicht haben, ist es unumgänglich, sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzten. „Ein bisschen mehr verstehen“ lernen, ist wahrscheinlich alles, was eine Ausstellung bieten kann. Und doch ist es sehr viel. Denn jeder, der ein „bisschen mehr versteht“ ist ein wenig stärker gegen Einflussnahmen von außen gewappnet und weniger anfällig, Vorurteile zu übernehmen.

Das Trauma, das der letzte Weltkrieg hinterlassen hat, sitzt tief, so tief, dass die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit bis heute nicht leichtfällt. Doch es kommt nicht darauf an, Menschen an den Pranger zu stellen und schuldig zu sprechen, sondern darauf, einen genauen Blick auf die Gesellschaft zu werfen, die diese Menschen hervorgebracht hat. Und die 20er Jahre sind der perfekte Zeitraum dafür. Denn hier werden die Weichen gestellt. Hier kann man sehen, wie sich Menschen an ihrer Hoffnung aufzurichten beginnen und voller Zuversicht imstande sind, ihr Bestes zu geben. Menschen, die vielfach nichts anderes besaßen, als Herz und Verstand und nur mit diesem „Grundkapital“ ausgerüstet trotz der desolaten Umstände, Unglaubliches leisteten. Vielleicht nicht für sich selbst, aber für uns, ihre Enkel, Urenkel, Ururenkel.

Was macht der Krieg aus den Menschen? Wie verändert die Not den Einzelnen? Und was passiert mit einem, wenn letztendlich alle Hoffnungen zerstört sind? Wir hoffen, dass wir mit unserem kleinen Beitrag ein bisschen näher an die Antworten herankommen. Und „ein bisschen mehr verstehen.

The Making-Of
Zur Ausstellung
Inhaltsverzeichnis der Ausstellungstexte

3 Monate in den Zwanzigern: das „Making Of“ einer Ausstellung

Schon länger liebäugelte Doris Pikisch (Stadtgalerie Mödling) mit der Idee, eine Ausstellung über die Zwanziger Jahre zu zeigen.  Als sie mir von diesem Vorhaben erzählte, war ich hellauf begeistert und sagte spontan zu, die Ausstellung „Die Goldenen Zwanziger. Zwischen Charlestin und Notgeld“ in Zusammenarbeit mit dem Verein kid (Kultur im Dorf, Gießhübl) zu konzipieren und vorzubereiten. Die Zeit drängte, wir hatten nämlich nur drei Monate, bis zur für Mai geplanten Eröffnung. Das klingt vielleicht nicht so schlimm, aber in Wahrheit braucht es mindestens 6 bis 12 Monate, um eine Ausstellung dieses Ausmaßes vorzubereiten. Dennoch nahmen wir mit Freude die Herausforderung an: Von nun an verging kein Tag, an dem wir uns nicht für mindestens fünf bis 10 Stunden in die 20er Jahre „begaben“.

Viktor Kabelka (Verein kid) recherchierte Tag und Nacht in den Unweiten des Internet und durchstöberte sein Archiv nach interessantem Material – und mit „Archiv“ ist hier kein Kammerl mit 12 übereinandergestapelten Bananenkartons gemeint. Im Zuge dieser Vorbereitungen stieß er dann auch auf filmhistorisch unglaublich interessante Zeugnisse. So etwas lässt das Herz einer Filmwissenschafterin wie mir, Marina Gschmeidler, natürlich höherschlagen, zumal ich bereits während meines Studiums die Liebe zum Stummfilm entdeckt habe und die Gelegenheit hatte, mich im Filmarchiv Austria während eines Praktikums mit der Materie vertraut zu machen. Nun setzten wir uns umgehend mit dem Filmarchiv Austria in Verbindung. Ich bin sehr froh, dass hier eine Kooperation zustande kam. Eine Ausstellung über die Zwanziger zu machen, ohne Filme aus dieser Zeit zeigen zu können, wäre nur eine „halbe Sache“ gewesen, wenn man bedenkt, wie wichtig das Medium Film damals wurde.

Während Viktor im Internet umherstreifte, wühlte ich mich durch einen Berg Bücher und begab mich in das Stadtarchiv Mödling, das uns auch bereitwillig unterstützte. Doch schriftliche Quellen sind nicht alles. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben lernt man von den Menschen, die man trifft. Es geht also nichts über das persönliche Gespräch. Dafür stand mir Altbürgermeister und waschechter Mödlinger Werner Burg in zahlreichen Gesprächen zur Verfügung. Es gibt Menschen, die einfach nur über ihre Kindheits- und Jugenderinnerungen erzählen und es gibt solche, die jede ihrer Erinnerungen noch einmal reflektieren und hinterfragen, die niemals aufhören, sich Gedanken zu machen und die sich nicht einfach mit scheinbaren Gegebenheiten abfinden. Ich bin froh, von solchen Menschen lernen zu können!

v.l.n.r: Dr. Nikolaus Wostry (Filmarchiv Austria), Mag. Marina Gschmeidler (KUM), Viktor Kabelka (kid)

DIE GESTALTER DER AUSSTELLUNG
Mag. Marina Gschmeidler (KUM): Konzept, Ausstellungsdramaturgie, Texte und Inhalte
Viktor Kabelka (kid): Leihgeber, Recherche, photographische Gestaltung
Dr. Christian Matzner (Museum Mödling): Leittexte und Bilder, Layout

The Making-Of
Hintergrundinfos zur Themenwahl
Inhaltsverzeichnis der Ausstellungstexte