NEUES AUS DER NACHBARSCHAFT: Gießhübl

Schon einmal vom Jungarbeiterdorf (JAD) Hochleithen gehört? Nein? Tja, wir bis jetzt auch nicht… Es ist Zeit, diese Bildungslücke zu schließen:

Von 1952 bis 1997 gab es in Gießhübl/Hochleithen eine Siedlung der besonderen Art: das Jungarbeiterdorf (JAD) Hochleithen. Hierbei handelte es sich um ein demokratisch organisiertes Dorf, das von der Jungarbeiterbewegung errichtet worden war und ein Zuhause für junge ArbeiterInnen, Studentinnen und SchülerInnen werden sollte.
Auch die erste ökumenische Kirche Österreichs wurde hier errichtet. Jedes Jahr feiern ehemalige Bewohner des JAD, die sich zum „Verein der Freunde des Jungarbeiterdorfes Hochleithen“ zusammengeschlossen haben, hier gemeinsam ihr Erntedankfest. Viele leben heute in alle Winde verstreut und nehmen oft einen langen Weg auf sich, um an der Feier teilzunehmen.

Die Stimmung war ausgelassen und fröhlich und er war schön, die Wiedersehensfreude der Feiernden miterleben zu dürfen. Man konnte sofort erkennen: diese Menschen hat viel mehr verbunden, als bloße Nachbarschaft…….

Grund genug, uns die Geschichte des Jungarbeiterdorfes und seiner Bewohner näher anzusehen …
So starten wir KUM gemeinsam mit KID (Kultur im Dorf) ein neues Projekt: wir machen eine Online-Reportage und ein Buch zur Geschichte des JAD. Mal sehen, was wir über eine Generation erfahren können, deren Voraussetzungen, sich in den 1950er Jahren etwas Neues aufzubauen, sich eklatant von denen unserer Generation unterschieden haben. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Menschen, die so viel für uns aufgebaut haben und von denen wir bestimmt Einiges lernen können!